11.12.2018 Quelle: ip Inside Partner

Junge Berufstätige leiden unter digitalem Stress

E-Mails, Smartphones, Fitnessarmbänder: Die rasche Digitalisierung verändert das Arbeitsleben und führt bei Berufstätigen zu neuen Belastungen. Das sorgt vor allem bei jungen Erwachsenen für Stress, der die Leistungsfähigkeit verringert und gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann. Hierüber berichtet das ÄRZTEBLATT in einer aktuellen Pressemitteilung.

Eine Umfrage ergab, dass digitaler Stress Berufstätige branchenübergreifend und in allen Regionen Deutschlands belastet. Er vermindert die berufliche Leistungsfähigkeit und beeinträchtigt obendrein die Work-Life-Balance. Auch gesundheitliche Beschwerden wie Müdigkeit, Rücken- und Kopfschmerzen gehen mit digitalem Stress einher.

Hervorgerufen werde der Stress durch ein Ungleichgewicht zwischen den Fähigkeiten im Umgang mit den digitalen Technologien und den Anforderungen, die diese an die Berufstätigen stellen. „Umso überraschender ist unser Ergebnis, dass digitaler Stress bei den 25- bis 34-jährigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausgeprägter ist als bei anderen Altersgruppen“, so Prof. Dr. Henner Gimpel vom Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) der Universität Augsburg. Frauen fühlten sich im Umgang mit digitalen Technologien zwar kompetenter als Männer, seien zugleich jedoch stärker dadurch gestresst. Am meisten belasteten die Studienteilnehmer die Überflutung mit digitalen Technologien in allen Lebensbereichen sowie ihre Unzuverlässigkeit.

Doch wie lässt sich digitaler Stress reduzieren? Gimpel betont, dass dafür Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien erforderlich seien, aber auch ihr maßvoller und optimierter Einsatz. Den Einsatz verlässlicher Technologien und die Bereitstellung von Support hält er ebenfalls für sehr wichtig.

An der Umfrage hatten 2640 Arbeitnehmer aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen und Branchen in ganz Deutschland teilgenommen. Die Studie wurde von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert und von Mitarbeitern der Fraunhofer Projektgruppe Wirtschaftsinformatik sowie dem Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) der Universität Augsburg durchgeführt.

Zur Pressemitteilung

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