Informationen für Patienten

Das Entlassmanagement stellt für Patienten, die im Krankenhaus stationär behandelt werden, eine bestmögliche und nahtlose Versorgung beim Übergang vom Krankenhausaufenthalt zu eventuell notwendigen Anschlussbehandlungen sicher.

Vor der Entlassung aus dem Krankenhaus ermittelt der Klinikarzt, ob weitere medizinische oder pflegerische Behandlungen notwendig sind. Sind diese angedacht, leitet er die entsprechenden Maßnahmen ein. Dazu gehören:

  • Übermittlung von Informationen über den Gesundheitszustand und künftiger Therapien an die nachbehandelnden Leistungserbringer (z.B.: Hausarzt, Physiotherapeut, Pflegedienst usw.)
  • Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Krankenkasse, um die Kostenübernahme zu sichern
  • Organisation der Terminkoordination, damit eine lückenlose Weiterbehandlung gewährleistet ist.
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Entlassplan für eine transparente Versorgung

Durch den individuell ausgearbeiteten Entlassplan wird eine strukturierte Versorgungskette sichergestelt. Alle Schritte, die dem Patienten helfen, nach dem Krankenhausaufenthalt seinen Gesundheitszustand zu verbessern, werden hier schriftlich und logisch aufeinander aufbauend dokumentiert. Dadurch ist die Versorgung des Patienten für alles Beteiligten transparent und nachvollziehbar.

Der Entlassplan enthält den sogenannten Entlassbrief, der dem Patient beim Verlassen des Krankenhauses ausgehändigt wird sowie ggfls. einen Medikamentionsplan. In diesem kann der Klinikarzt nach Bedarf Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und Soziotherapie für bis zu sieben Tage verordnen.

Im Mittelpunkt steht der Patientenwunsch

Das Entlassmanagement bezieht den Patienten eng in den Prozess ein. Der frühzeitige Informationsaustausch im Vorfeld der Entlassung sowie Schulungen, die den Patienten auf die Zeit nach seinem Krankenhausaufenthalt vorbereiten, unterstützen die aktive Mitwirkung des Patienten am Behandlungserfolg.

Informationsweitergabe nur mit Einverständnis des Patienten

Ob der Patient mit den angedachten Therapieansätzen und Behandlungsmethoden einverstanden ist, muss dieser mit einer schriftlichen Einwilligung dokumentieren. Auch die Erlaubnis zur Weitergabe der Informationen an die nachfolgenden Behandler muss durch eine Unterschrift des Patienten eingeholt werden. Eine verbindlich vorgebene schriftliche Einverständniserklärung hat der GKV-Spitzenverband zur Verfügung gestellt.

Einverständniserklärung

Unser Hinweis für Sie: Bei Menschen, die stark an Demenz erkrankt sind übernimmt diese Aufgabe das Betreuungsgericht oder der gesetzliche Betreuer.