Beispiele

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Beispiel 1:

Der achtzigjährigen Irmgard A. wurde bisher die Pflegestufe I zuerkannt, sie wird von ihrer Tochter gepflegt. Dafür erhält sie ambulante Geldleistungen (Pflegegeld für selbstbeschaffte Pflegehilfen) in Höhe von 244,- Euro monatlich.
Mit dem neuen Jahr wird Frau A. in den Pflegegrad 2 übergeleitet und erhält ab dem 01. Januar 2017
316,- Euro monatlich. Frau A. bekommt also durch die Pflegereform monatlich 72,- Euro mehr im neuen Jahr.

Zusätzlich hat Frau A. Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag von bis zu 125,- Euro, wenn Frau A. Leistungen der Tages- und Nachtpflege, der Kurzzeitpflege, Leistungen der ambulanten Pflegedienste (ohne Leistungen im Bereich der Selbstversorgung) oder anerkannten Leistungsangeboten zur Unterstützung im Alltag in Anspruch nimmt. Dieser Betrag wird von dann von der Pflegekasse erstattet.

Beispiel 2:

Auch Viktor W., 69 Jahre, verbessert sich. Er lebt mit seiner Frau in der eigenen Wohnung. Er ist körperlich beeinträchtigt und außerdem an einer Demenz erkrankt. Deshalb wird er von einem ambulanten Pflegedienst betreut.

Von der bisherigen Pflegestufe II wird er in den Pflegegrad 4 übergeleitet, da er aufgrund der Demenz eine anerkannte eingeschränkte Alltagskompetenz hat. Bislang stand ihm aufgrund der erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz ein erhöhter monatlicher Betrag für die Pflegestufe II von 1.298,- Euro zu, womit seine Pflegekasse die Leistungen des Pflegedienstes begleicht.

Ab 01. Januar 2017 stehen Herrn W. nun 1.612,- Euro monatlich zu. Auch Herr W. kann den monatlichen Entlastungsbetrag von 125,- Euro zusätzlich in Anspruch nehmen und sich von seiner Pflegekasse erstatten lassen, wenn er entsprechende Leistungen in Anspruch genommen hat.